Wenn die Seele schwer wird: Wie die November-Dunkelheit deine Nacken- und Rückenschmerzen beeinflusst

Wenn die Seele schwer wird: Wie die November-Dunkelheit deine Nacken- und Rückenschmerzen beeinflusst

Der November ist oft der dunkelste Monat des Jahres. Die fehlende Sonne und der damit verbundene Lichtmangel haben nicht nur Auswirkungen auf unsere Stimmung – Stichwort Winterblues –, sondern auch einen direkten, oft unterschätzten Einfluss auf unsere körperliche Anspannung. Wenn die Psyche unter der Dunkelheit leidet und die Motivation sinkt, geraten wir in einen Teufelskreis, der Rücken, Nacken und Schultern zusätzlich belastet. Es ist wichtig, diesen Zusammenhang zu erkennen, um die Verspannungen, die durch die trübe Jahreszeit entstehen, aktiv zu bekämpfen.

Die Brücke zwischen Dunkelheit und Verspannung

Der Lichtmangel im Herbst und Winter beeinflusst unseren Hormonhaushalt. Die Produktion des Glückshormons Serotonin sinkt, während die des Schlafhormons Melatonin zunimmt. Das Ergebnis ist oft Müdigkeit, Antriebslosigkeit und eine gedrückte Stimmung.

  • Psychische Spannung: Negative Emotionen, Antriebslosigkeit und innere Anspannung manifestieren sich oft in einer Schonhaltung. Wir neigen dazu, die Schultern vor dem Körper fallen zu lassen, den Brustkorb zu schließen und den Nacken anzuspannen – eine klassische Stressreaktion
  • Mangel an Bewegung: Die fehlende Motivation und das schlechte Wetter führen dazu, dass wir uns weniger im Freien bewegen. Dieser Bewegungsmangel reduziert die Durchblutung der Muskulatur und lässt Verspannungen schneller chronisch werden.
  • Schlechte Haltung: Müde und demotivierte Menschen sitzen oft krummer und länger in einer starren Haltung. Dies erhöht die Belastung für die Bandscheiben und die Stützmuskulatur.

So durchbrichst du den November-Blues-Kreislauf

Es gibt einfache Strategien, um der saisonalen Dunkelheit und ihren körperlichen Folgen entgegenzuwirken:

  1. Licht tanken (drinnen und draußen): Nutze jede Gelegenheit, um ins Freie zu gehen, auch wenn es nur für 10 Minuten ist. Öffne die Vorhänge und ziehe die Jalousien hoch, um so viel Tageslicht wie möglich hereinzulassen. Eventuell kann auch der Einsatz einer Tageslichtlampe am Schreibtisch helfen, deine Stimmung zu heben
  2. Bewegung als Stimmungsaufheller: Auch wenn die Motivation fehlt, zwinge dich zu kurzen Spaziergängen oder lockeren Dehnübungen. Bewegung setzt Endorphine frei und verbessert nachweislich die Stimmung. Ein kurzer Anstieg der Herzfrequenz kann Wunder wirken, um die Muskulatur zu beleben und zu lockern.
  3. Wärme und Gemütlichkeit: Setze bewusst auf Wärme (warme Bäder, Heizkissen). Das entspannt die durch Kälte und Anspannung verhärteten Muskeln und hat gleichzeitig einen positiven, beruhigenden Effekt auf die Psyche.
  4. Achtsamkeit üben: Nimm dir täglich Zeit für Entspannung (z.B. Bauchatmung). Dies hilft dir, die psychische Anspannung wahrzunehmen und bewusst zu lösen, bevor sie sich in deinen Schultern festsetzt.

Der Schlüssel liegt in der aktiven Selbstfürsorge

Die dunkle Jahreszeit erfordert eine erhöhte Selbstfürsorge. Indem du bewusst gegen Lichtmangel, Trägheit und Stimmungstiefs vorgehst, tust du nicht nur etwas für deine mentale Gesundheit, sondern entlastest direkt deine Muskulatur. Ein aufgeweckter Geist und ein aktiver Körper sind die beste Abwehr gegen die Verspannungen des Novembers.

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